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07. März 2017

Bewahrenswerte Kultur: Neues Forschungszentrum für Künstlernachlässe in Saarlouis

 


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Eine wichtige Institution für die regionale Kulturlandschaft: Offiziell eröffnet wurde am Sonntag das Forschungszentrum für Künstlernachlässe am Institut für aktuelle Kunst in Saarlouis. Hier werden Nachlässe regionaler Künstler wissenschaftlich erfasst, ausgestellt und zur Ausleihe angeboten. Deutschlandweit vernetzt haben sich diese und weitere regionale Initiativen zudem im neuen Bundesverband Künstlernachlässe. Längst nicht mehr können Museen alle Werke verstorbener Kunstschaffender aufnehmen, Erben sind mit dem Nachlass oft überfordert. Hier setzt das neue Forschungszentrum für Künstlernachlässe an: Es bietet umfassende Beratung zum Thema, erfasst, digitalisiert und publiziert Künstlernachlässe und stellt originale Kunstwerke in einem Schaulager aus – dort können sie dann über die Artothek von Privatpersonen und Institutionen gegen eine geringe Gebühr entliehen werden. Auch ein Kunstraum für Ausstellungen und ein Studiensaal mit riesiger Präsenzbibliothek gehören zum neuen Forschungszentrum, das am Wochenende eröffnet wurde.
Vor zehn Jahren sei Prof. Jo Enzweiler an ihn herangetreten um mit ihm über das bundesweite Problem der Künstlernachlässe zu sprechen, erinnerte OB Roland Henz bei der Eröffnung des Forschungszentrums. „Er hat mich überzeugt, dass wir alle Kraft daran setzen müssen, damit Künstlerinnen und Künstler den Kopf frei haben, dass sie arbeiten können, ohne dass sie etwas bedrängt, was ihnen den Kopf zerbricht und ihre Kunst hemmt.“ In den vergangenen zehn Jahren seien der Saarlouiser Oberbürgermeister und Institutsdirektor Jo Enzweiler zu Motoren des Forschungszentrums für Künstlernachlässe geworden, hob Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur hervor. „In diesem Metier sind zehn Jahre ein ‚Wimpernschlag‘.“
Eine Auswahl zu treffen, zu kuratieren – für Museumsmacher sei das etwas ganz normales, sagte Commerçon. „Eine finale Auswahl zu treffen ist viel schwerer.“ Auch deshalb sei es so wichtig, dass die Nachlässe wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Mit der wissenschaftlichen Archivarbeit werde ein Gedächtnisspeicher kultureller Handlungsfelder hergestellt, bestätigte auch die Rektorin der Hochschule der Bildenden Künste, Prof. Gabriele Langendorf.
Mehr als 150 Gäste kamen zur Eröffnung, darunter viele Unterstützer und Wegbegleiter des Instituts aus Kunstbetrieb und Wissenschaft, aus Landespolitik, Kreistag und Stadtrat. „Durch das positive Mitdenken haben Sie dazu beigetragen, dass es funktioniert“, würdigte Prof. Enzweiler die Gäste und auch OB Henz bedankte sich bei einem Netzwerk von Vielen, das zum Gelingen beigetragen hat. „Künstler schaffen geistiges Gut und stellen es der Gesellschaft zur Verfügung“, erklärte Enzweiler. „Diese hat die Verpflichtung, es zu pflegen.“ Diesem Ziel verpflichtet seien das neue Forschungszentrum und seine Unterstützer.

Deutschlandweit vernetzt: Bundesverband Künstlernachlässe gegründet

Am Vorabend der Eröffnung des Forschungszentrums für Künstlernachlässe gründeten Vertreter zahlreicher regionaler Initiativen in Saarlouis den neuen Bundesverband Künstlernachlässe (BKN) mit Sitz in Berlin.
„Wir wollen regionale Initiativen stärken“, sagte die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, Prof. Dr. Gora Jain. „So wie es bereits in der Denkmalpflege erfolgt, ist auch die Kunst ein Kulturgut und als solches bewahrens- und erhaltenswert.“ So können Dinge hervorgeholt werden, die ewig verborgen blieben und ein neues Licht auf Künstler, Bewegungen und regionale Strömungen geworfen werden. „Auch Wander- oder Wechselausstellungen wären möglich“, erklärt die Verbandsvorsitzende. „Das könnte zum Beispiel Parallelen in regionalen Entwicklungen aufzeigen.“
Regionale Initiativen aus zehn Bundesländern gehören dem BKN an, der ab sofort deren Interessen koordinieren und bundesweit vernetzen wird. Bild u Text: Sascha Schmitt

 


Tags/Schlagworte dieses Artikels: Forschungszentrum, FfKn

 

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