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24. Januar 2017

Ausstellung Ruthe, Sauer, Flix – DAS IST DOCH KEINE KUNST

 

Comics und Cartoons zwischen Shit happens!, Nichtlustig und Schönen Töchtern vom 29. Januar bis 23. April 2017 im Museum Haus Ludwig Saarlouis. - Ralph Ruthe, Joscha Sauer und Flix (Felix Görmann) bestimmen seit Jahren maßgeblich die Szene des deutschen Comics und Cartoons und zeigen mit ihren Arbeiten deutlich die Übergänge und Grenzen des Mediums auf. Ralph Ruthe ist besonders für seine täglichen Katastrophen, die den Protagonisten in Shit happens geschehen, bekannt. Ein reiches Repertoire der Tierwelt – ob Kuh, Hamster, Geier oder Löwe – erlebt in Cartoons erzählte Misslichkeiten, Baum und Tod stechen als Figuren besonders hervor. Ruthe arbeitet seit einiger Zeit stark mit dem bewegten Bild. Er stellt aus seinen Cartoons Trickfilme her. Kürzlich hat er ein Bühnenprogramm erarbeitet, mit dem er im vergangenen Jahr durch Deutschland tourte.
Joscha Sauers NICHTLUSTIG ist mittlerweile zum Kult und Markenzeichen geworden. Ein weit gefächertes Personal bevölkert seine Cartoons. Neben den selbstmörderischen Lemmingen finden die Yetis oder der in einer Wand wohnende Herr Riebmann ebenso durchgehend Beachtung wie der Tod und sein Pudel, Fäkalini, Ninjas, Außerirdische oder die Wissenschaftler Wilson und Pickett. Auch bei Sauer spielt das bewegte Bild eine immer größere Rolle, zurzeit arbeitet er an einer Trickfilmserie.
Flix stellt unter dem Titel Heldentage kleine Alltagssituationen, meistens in vier Kästen angeordnet, ins Netz. Während Ruthe und Sauer den Cartoon, also das Einzelbild, als ihr Medium gewählt haben, zeichnet Flix umfangreiche und manchmal an literarische Vorlagen angelehnte Comics. Faust oder Don Quijote werden hier höchst originell neu erzählt. Die Schönen Töchter, die kürzlich als Buch erschienen sind, geben ebenso Beobachtungen des Alltags wieder wie viele seiner anderen Geschichten, wie z.B. Glückskind, das seit über einem Jahr Montags in der FAZ erscheint. Ferdinand, dem Reporterhund, gibt er regelmäßig in Dein Spiegel Aussehen und Prägung, während Ralph Ruthe die Geschichten dazu erdenkt.
Alle drei Zeichner stellen regelmäßig neue Cartoons und Comics auf ihren Webseiten zur Verfügung. Den Titel zur Ausstellung haben die drei Zeichner zusammen kreiert. Frei nach dem Kabarettisten Jürgen Becker „Kunst ist, was von Hasenkamp transportiert wird“ sagen wir, alles, was im Museum Haus Ludwig gezeigt wird, ist Kunst. Die Saarlouiser Ausstellung findet in Kooperation mit der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen statt.

Ausstellung Rendez-vous mit Flix & Kissel vom 29. Januar bis 05. März 2017 im Atelier Museum Haus Ludwig - Die Ausstellung Rendez-vous mit Flix und Kissel wird vom 29. Januar bis 5. März 2017 im Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis gezeigt und stellt eine nahtlose Verbindung zu der gleichzeitig im Museum Haus Ludwig gezeigten Ausstellung „Das ist doch keine Kunst“ mit Zeichnungen von Ruthe, Sauer und Flix dar. Flix (Felix Görmann) und Bernd Kissel kennen sich seit knapp 20 Jahren. Beide sind als Comiczeichner und Autoren eigenständig tätig. Gleichzeitig haben sie in den vergangenen Jahren zahlreiche Gemeinschaftsprojekte veröffentlicht. So adaptierten sie für die Reihe Grimm das Märchen Der Eisenhans und erzählten die Kurzgeschichte Rendez-vous à Berlin über die deutsch-französische Freundschaft im Auftrag des Goethe-Instituts Nancy. Kürzlich haben Flix und Kissel die Lügengeschichten des weltbekannten Barons Münchhausen für eine beim Carlsen Verlag erschienene Graphic Novel neu interpretiert. Dieses neue Projekt wurde mit dem Rudolf Dirks-AWARD 2016 ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Ausstellung Rendez-vous mit Flix und Kissel steht die Geschichte eines deutschen Musikers und einer jungen Französin, die in Bordeaux aufgrund eines Streiks keinen Flieger mehr nach Berlin bekommen. Der 23-teilige Comicstrip mit dem Titel Rendez-vous à Berlin wurde im Auftrag des Goethe-Instituts Nancy von Flix geschrieben und von Bernd Kissel gezeichnet. Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Originale von „Der Eisenhans“ sowie „Münchhausen - Die Wahrheit“ übers Lügen, die den kreativen Schaffensprozess der beiden Zeichner illustrieren.




Kontakt:

Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

Kaiser-Wilhelm-Str. 2, 66740 Saarlouis, Tel.: 06831/12 85 40 oder 69890-14/17,

E-Mail: MuseumHausLudwig@saarlouis.de



Öffnungszeiten:

Dienstag– Freitag: 10 – 13 und 14 – 17 Uhr

Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14 – 17 Uhr

geschlossen: Montags und am 27. Februar (Rosenmontag), 28. Februar (Fastnachtsdienstag), 14. April (Karfreitag) und am 18. April (Osterdienstag)

 


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