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22. April 2021

Triskele: Rad des Lebens auf dem Saaraltarm

 

Ein außergewöhnliches Kunstobjekt ist seit Kurzem am Saarlouiser Saaraltarm zu sehen: Eine schwimmende Triskele – eine aus Naturmaterialien gestaltete Dreifachspirale nach keltischer Vorlage. Geschaffen wurde sie von den beiden in Saarlouis geborenen Künstlerinnen Anja Maria Strauß und Christine Wagner, deren Landartprojekt durch den Saarlouiser Kulturfonds gefördert wurde. Beinah könnte man die geflochtene Triskele trotz ihres Durchmessers von rund vier Metern übersehen, wenn man am Leinpfad unterhalb des DRK-Krankenhauses entlang spaziert. Dort ist das Werk im Wasser fixiert, mit Blickrichtung auf die Brücke, die die Vauban-Insel mit der Jugendverkehrsschule verbindet. Durch die Gestaltung aus naturnahen Materialien fügt sich die Triskele harmonisch in ihre Umgebung ein, soll Vögeln etwa als Nistplatz dienen und sich den Einflüssen der Natur ergeben. Der keltische Ursprung des Symbols, erklären Strauß und Wagner, schaffe nicht nur eine Verbindung zu den keltischen Vorfahren der Saarauen, sondern auch mit der Saarlouiser Partnerstadt Saint-Nazaire. Unter anderem dort war die Diplomkünstlerin Christine Wagner bereits aktiv als Teil des Kunstprojektes Epiderme 3. Anna Maria Strauß mit Atelier in Düsseldorf indes arbeitete unter anderem in Tokio, Paris und Venedig. Die Kunst beider Frauen zeichnet sich durch naturnahe Bezüge aus, dank ihres Hintergrundes in Handwerk und Floristik war auch eine fachliche Ausführung der aus Ruten und Rankpflanzen geschaffenen Triskele gegeben. Transportiert und zu Wasser gelassen wurde das Kunstwerk, das Strauß und Wagner auch als schwimmendes Rad des Lebens betrachten, mit Hilfe des Neuen Betriebshofes Saarlouis.
Mit dem Saarlouiser Kulturfonds fördert die Kreisstadt Saarlouis regionale Künstler und Kulturschaffende und bietet damit auch während der Corona-Pandemie ein wichtiges Podium, während reguläre Kulturveranstaltungen aufgrund des notwendigen Infektionsschutzes nicht durchgeführt werden können.

 


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