15. Januar 2016

Neujahrsempfang in Saarlouis: „Das ‚Wir‘ ist Botschaft der Zukunft“

 

(sa) Prominent besucht war der Neujahrsempfang in Saarlouis: Neben Bundesjustizminister Heiko Maas und Kanzleramtschef Peter Altmaier kamen zahlreiche politische Vertreter von Landes- und Kommunalebene, Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung, Hilfsdiensten, Schulen und Ehrenamt ins Vereinshaus Fraulautern. Dort empfing sie OB Roland Henz mit seiner Ansprache zum Jahresauftakt. „Ich danke zum wiederholten Male allen, die sich der humanitären Verantwortung stellen und engagiert in der Flüchtlingshilfe mitarbeiten“, sagte OB Roland Henz beim Neujahrsempfang der Stadt Saarlouis. Es ist ein Dank, der in den zurückliegenden Monaten häufig zu hören war vom Verwaltungschef und einer, der wie kaum ein anderer das aktuelle Geschehen widerspiegelt. „Die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen verlangt uns alles ab“, erklärte Henz. Viele Haupt- und Ehrenamtliche gingen an ihre Belastungsgrenzen, um Menschen in Not zu helfen. Ein besonderes Lob für ihr außergewöhnliches Engagement richtete er an die Lotsen und Paten, an Sozialarbeiter und das Soziale Bündnis sowie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt. „Stellvertretend nenne ich Bürgermeisterin Marion Jost, die mit ihrem Team einen Großteil der Organisation der Flüchtlingsarbeit übernommen hat.“ Die Vermietung von Wohnungen durch GBS und viele Hauseigentümer sowie die Anmietung eines ehemaligen Bürogebäudes seien Grund, dass in Saarlouis bislang weder Hallen geschlossen, noch Zelte gebaut werden mussten. Doch: „Wir brauchen weiterhin Wohnungen!“ Henz schloss sich der Meinung des Deutschen Städte- und Gemeindetages an und plädierte dafür, Fluchtursachen zu minimieren und die Zuwanderung wirkungsvoller zu steuern und zu reduzieren. Als bundesdeutsche Aufgabe, sei es nur logisch, dass der Bund alle flüchtlingsbedingten Kosten den Ländern, Kreisen und Kommunen abnehmen müsse. Da sich an der Situation vorerst nichts änderte, komme es jetzt mehr denn je auf „praxisnahe, schnell umsetzbare Lösungen und das Personal dazu“ an.

Theater, Ravelin, Ostring: Gemeinsam auf gutem Weg

Wie immer bot der Neujahrsempfang auch Anlass zum Rückblick und Ausblick. So lieferte OB Henz einen Überblick über aktuelle Maßnahmen und Projekte von Wirtschaft über Soziales bis hin zum Klimaschutz. Auf dem Programm stünden Ausbau und Erweiterung der Schulen und Kindertagesstätten, ebenso wie der Ausbau des Ostrings in Fraulautern, E-Mobilität und energetische Gebäudesanierung ebenso wie die Pläne des Instituts für aktuelle Kunst, sich künftig auch Künstlernachlässen zu widmen. „Die Landesregierung hält diese Idee für sinnvoll und möchte das Zentrum mit öffentlichen und privaten Initiativen in Saarlouis errichten“, erklärte Henz. Außerdem fortgeführt werden die Arbeiten am Ravelin V, das restauriert und städtebaulich erweitert wird. Eine besondere Rolle nimmt das Theater am Ring ein. „Das Haus ist die Seele der Stadt und seit Jahrzehnten ein Wahrzeichen.“ Das Theater werde nicht nur erhalten. „Mit seiner Mutigen Architektur, die eigentlich in eine Großstadt gehört, wird es auch ein Wahrzeichen für weitere Generationen sein.“ Trotz der weiterhin angespannten Haushaltslage sei Saarlouis auf einem guten Weg – nicht zuletzt dank der wertvollen Leistungen von Unterstützern, Sponsoren und Ehrenamtlichen. Es sei, so der Verwaltungschef, wie bei einem Orchester: „Nicht einer alleine – nur, wenn alle zusammen spielen, gibt es wunderbare Musik. Das ‚Wir‘ ist die Botschaft der Zukunft.“

 

 


 

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