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29. Dezember 2015

Canisianum

 

 

(red) Informationen rund um das Canisianum

Das Canisianum ist zu finden in der Stiftsstraße in Saarlouis, neben dem Alten- und Pflegeheim St. Augustin. Es ist nach dem 1925 heiliggesprochenen Jesuiten Petrus Canisius (1521–1597) benannt. Die Geschichte des Canisianums reicht bis ins Jahr 1691 zurück. Wenige Jahre nach der Stadtgründung ließen sich Augustinereremiten des Wallerfanger Konvents in der neuen Festung nieder. Hier errichteten sie Kirche und Kloster auf dem Gelände des heutigen Canisianums. Als Folge der Französischen Revolution wurde die Klostergemeinschaft im Jahre 1792 aufgelöst. Anfang des 19. Jahrhunderts riss man Teile des Gebäudes ab. In preußischer Zeit entstand hier ein neues Hospital. Die Einweihung fand im September 1841 statt. An die damalige Zweckbestimmung erinnert noch die Inschrift über dem Eingang „Hospizienhaus, erbaut im Jahre 1840“. Die heutige Kapelle mit dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt wurde im Jahre 1901 nach Plänen von Wilhelm Schmitz errichtet. Nach der Verlegung des städtischen Krankenhauses kaufte 1929 der Jesuitenorden das Anwesen. In den Jahren 1979/80 erfolgte eine umfassende Restaurierung. In der Folge wurden auch die übrigen Gebäudeteile saniert. Ein Teil diente den dort lebenden Jesuitenpatres als Wohn- und Arbeitsbereich, der Rest bestand aus Büro- und Praxisräumen. 2007 gaben die Jesuiten die Niederlassung in Saarlouis auf und die Kirche wurde profaniert. Die Gebäude gingen wieder in das Eigentum der Stadt Saarlouis über, die das Kirchen- und das Klostergebäude 2010 an einen Architekten verkaufte. Das Kirchengebäude verkaufte er 2010 an einem Bestattungsunternehmen weiter, der es zu einer Urnenbegräbnisstätte (Kolumbarium) umbauen wollte. Träger sollte die Altkatholische Kirche werden, weil dem saarländischen Bestattungsgesetz zufolge nur Religionsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts (KdöR) sind, Friedhöfe einrichten dürfen. Die Pläne sahen auch die gleichzeitige Nutzung der Kirche durch die altkatholische Gemeinde in Saarbrücken vor. Die Saarbrücker Zeitung berichtete im Mai 2011, dass das vom saarländischen Bestattungsgesetz geforderte Einvernehmen mit der Stadt Saarlouis bei der Genehmigung eines Friedhofs zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht herzustellen war. Befürchtet wurde demnach unter anderem ein Überangebot an Grabstätten. Im Mai 2012 berichtete die "Saarbrücker Zeitung", dass das Projekt aufgegeben worden sei. Im Jahr 2012 hat die Priesterbruderschaft St. Petrus das leerstehende Kirchengebäude erworben, um dort täglich die Heilige Messe nach tridentinischem Ritus zu feiern. Die Wiedereröffnung und Benediktion der Kirche erfolgte am 10. Juni 2012. Noch im gleichen Jahr konnte die Petrusbruderschaft auch das an die Kirche angrenzende frühere Wohnhaus der Jesuiten kaufen, um dort eine Priesterwohnung und Gemeinderäume einzurichten. AUS: Seite „Canisianum (Saarlouis)“.
In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. September 2015, 09:19 UTC. URL: https://goo.gl/hnDPwc (Abgerufen: 29. Dezember 2015, 22:08 UTC)

Bisherige Berichte

10.06.2012. Die profanierte Saarlouiser Canisianums-Kirche wurde am Sonntag, den 10. Juni, um 15 Uhr, durch die Priesterbruderschaft St. Petrus benefiziert (eingeweiht). Es sangen die Männerchöre Hostenbach und Schaffhausen. Eine sehr interessante Erklärung, warum der Priester mit dem Rücken zu den Gläubigen steht, wurde auch geliefert, eigentlich sogar zwei. Zum einen, dass er dieselbe Gebetsrichtung nach Osten hat, wie alle Gläubigen und es käme ja keiner auf die Idee von seinem Bankvorderen zu verlagen, sich zu ihm umzudrehen und zum anderen, dass man ja auch nicht vom Busfahrer erwarten würde, dass er sich während der Fahrt zu seinen Passagieren umdreht. Humor hat der neue Priester also schonmal! Die Kirchweihe stellt für Saarlouis und die Priesterbruderschaft gleichermaßen eine Zäsur dar. So ist für die Stadt sichergestellt, dass der Fortbestand des alt-ehrwürdigen Canisianum sichergestellt ist und für die Priesterbruderschaft bedeutet es die Etablierung der ersten Kirche in der Nahregion. Der Rodena THV war erfreut diesem Ereignis, das überaus festlich begangen wurde, beiwohnen zu dürfen und wir wünschen der Priesterbruderschaft und den Gläubigen, dass das Canisianum ihnen auf viele, viele Dekaden hin ein Ort sein möge, wo sie gemeinsam ihrem Glauben folgen können.

05.06.2012. Die profanierte Saarlouiser Canisianums-Kirche wird am Sonntag, den 10. Juni, um 15 Uhr, durch die Priesterbruderschaft St. Petrus benefiziert (eingeweiht). Es singen die Männerchöre Hostenbach und Schaffhausen. "Die Priesterbruderschaft St. Petrus wurde am 18. Juli 1988 gegründet und von Papst Johannes Paul II. am 18. Oktober 1988 als klerikale Gesellschaft apostolischen Lebens pontifikalen Rechtes errichtet." ... "Ähnlich der Priesterbruderschaft St. Pius X. vertritt die von Rom anerkannte Priesterbruderschaft St. Petrus einen konservativen Standpunkt, allerdings nicht in derselben Ausprägung. So wird das Zweite Vatikanische Konzil ohne Vorbehalt anerkannt, der in der Liturgiereform erneuerte Römische Ritus in seiner Fassung von 1970 akzeptiert und die in der Tradition Lefebvres stehende Kritik an von Mitgliedern der Bruderschaft als modernistisch betrachteten Strömungen soweit abgeschwächt, dass keinerlei Konfrontation mit Rom entsteht. Ein wichtiges Anliegen der Bruderschaft ist die Feier der sogen. Tridentinischen Messe in lateinischer Sprache nach der Messordnung Missale Romanum von 1962." Seite „Priesterbruderschaft St. Petrus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. April 2012, 12:37 UTC. URL [eingesehen am 05.06.2012].

 


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