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Abtei Tholey - Teil Ic: Allgemeine Stoffsammlung

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Schauen wir uns zuerst einmal einen interessanten Abschnitt der Rodener Zeittafel an, die Sie vollständig unter http://heimatforschung.rodena.de/index.php5?id=Zeittafel finden.

...

Rodener Schloß
1349
  Soldaten des Bistums Metz zerstören das Schloß.
     
Roden
1519
  Kloster Mettlach verzeichnet 32 Familiennamen in Roden.
     

1600

   
     
Plünderung
1635
  Plünderung durch Kroaten (30. Jähriger Krieg)
     
Plünderung
1641
  Plünderung durch Leute aus Saarbrücken und St. Wendel
     
Rodener Pfarrei
1666/67
  Der Rodener Seelsorger, Pfarrer Simonis (vgl. Notiert: Simonis), zog nach dem Brand nach Wallerfangen.
     
Rodener Schule
1680/81
  Als Pfarrschule von Pfarrer Simonis gegründet.
     
Rodener Pfarrei
1687
  Kloster Tholey übergibt den Sprengel Roden an die Wadgasser Abtei .
     
Beginn Reunion
1680
  Frankreich gliedert u.a. das Saargebiet im Zuge der Reunionen an sich.
     
Gerber
1685 ff.
  Gerber ziehen von Wallerfangen in die neue Stadt Saarlouis und später im Zuge der aufkommenden Lohgerberei nach Roden, da es dort mit dem Ellbach den notwendigen Fluß gab.
     
Ende Reunion
1697
  Friede von Rijswijk beendet die Reunionen im Saargebiet. Lothringen erlangt seine Souveränität. Saarlouis (damit auch das Dorf Roden) bleibt französische Exklave.
     
Fazit des 30. Jährigen Krieges
1669
  Knapp 300 Rodener haben überlebt.
     

1700

   
     
Rodener Pfarrei
1721
  Kloster Tholey obsiegt im Prozess gegen die Wadgasser Abtei, die sich nicht an die Teilungsabsprache des Kirchenzehnts gehalten hatte und bekommt die Rodener Pfarrei zurück.
     

...

Und ergänzen das Ganze mit einer schlichten Darstellung eines Wechsels der Eigentümer: "Die Selbstständigkeit der Rodener Pfarrei verdankt diese, als Wadgasser darf ich das so ruhig formulieren, schlicht der Gier der Wadgasser Abtei. Diese hatte sich mit dem Kloster Tholey, zu dem die Rodener Pfarrei seit ca. 995 gehörte, darauf geeinigt, dass diese das Recht den Pfarrer in Roden zu ernennen, woran auch die Einnahmen in Form des Zehnt gekoppelt waren, für den halben Kirchenzehnt als Entgelt, an sie abtritt. Das Kloster Tholey setzte diese Absprache 1687 um. Im Gegensatz zur Wadgasser Abtei, die ihren Teil der Absprache nicht einhielt, sondern vielmehr die kompletten Einnahmen für sich behielt. Darauf reagierte Tholey mit einem Prozess und gewann diesen im Jahre 1721. Das Resultat war für Wadgassen der Verlust der Rodener Pfarrei. Ein Schicksalsjahr für die Kirche war 1635, als das Kirchendach durch Brandstiftung in Flammen aufging und die Kirche fast vollständig geplündert wurde. Dann brannte 1666/67 ..."

 

Dann erhalten wir schlichte Tatsachen: Der Rodener Sprengel war nie selbstständig, das Gebiet oder besser die Gebietshoheit lag immer bei einer der großen Abteien. Damit natürlich aus dem Rechtsverständnis der damaligen Zeit auch die Hohe Gerichtsbarkeit, man denke in diesem Zusammenhang an das Arme-Sünder-Kreuz und den Galgen. Der Zehnte als Einnahmequelle in Verbindung mit der Besetzung des Rodener Sprengels/Pfarrer ist sogar in den Wadgasser Regesten erfasst.

Wobei man sich natürlich vor Augen führen muss, dass auf Grund der geringen Bevölkerungsstärke im Dorf Roden der Zehnte nicht so reizvoll war, wie es im ersten Moment den Anschein hat. Wäre dem so gewesen - Tholey hätte Roden niemals an Wadgassen abgetreten und sicherlich auch nicht die Entfernung gescheut.

 

Die Klage von Tholey gegen Wadgassen hatte auch nur am Rande etwas mit dem Dorf zu tun. Vergleicht man die Verwaltungssituation der Prämonstratenserabtei Wadgassen und die Abtei Tholey, stellt man auf einen Blick fest, dass die einflussreichere der beiden Abteien eindeutig Wadgassen gewesen ist. Hier wollte eindeutig die kleinere Abtei der größeren Abtei, die zu dem einem anderen Orden angehörte, zeigen, dass man sie nicht ungestraft herumschubsen darf, um es mal auf gut Deutsch zu schreiben.

 

Am Rande:

Die Abtei Tholey führte in Roden die Kornkästen, als echte Kästen, zur Besteuerung ein. Die Abtei Wadgassen die Kornkästen in Form von Strohbündeln. Letzteres hatte den Vorteil des leichten Überblicks und wurde auch beibehalten; vgl. Artikel Kornkasten.

Die Abtei Tholey entnahm aus Roden den Zehnten, bedeutende Bauten wurden aber nicht geschaffen (vgl. im Gegenzug PAW - Giesingen) und es wurde auch keine Außenstelle unterhalten.

 

 

 

Dateigröße: 8.53 Kb - - Letzte Aktualisierung: 02 März 2011 01:05:32
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